Spielbericht
1. Frauen   vs.   TSV Rudow

29.10.2016

Zweiter Sieg im zweiten Derby

SG OSF Berlin

1. Frauen

22 - 16
TSV Rudow

TSV Rudow

Die First Ladies konnten im dritten Heimspiel den zweiten Saisonsieg und somit zwei weitere wichtige Punkte in der laufenden Saison einfahren. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit setzte sich das Team um Trainer Jens Dannies und Betreuer Helge Hedtke in einer torarmen Partie gegen die Damen vom TSV Rudow mit 22:16 durch.

Vor dem Spiel war die Ausgangslage eindeutig: der eher trübe Saisonauftakt sollte langsam überwunden und die negative Bilanz zumindest ein wenig korrigiert werden. Der Gegner aus Rudow konnte mit fünf Punkten auf der Habenseite als Aufsteiger einen wirklich beachtlichen Saisonstart vorweisen, insbesondere die Punkteteilung in Rostock ließ den Ligakundigen anerkennend durch die Zähne pfeifen, den Hut ziehen, ja Respekt zollen. Viele bekannte Gesichter aus vorangegangenen Spielzeiten und auch aus den ehemaligen eigenen Reihen ließen leicht Rückschlüsse auf die Stärken des Gegners zu. Das Hauptaugenmerk sollte deshalb auf einer stabilen Abwehr liegen, die insbesondere das starke Kreisspiel und die Rückraumwürfe der Südberlinerinnen entschärfen sollte.

Auf der Seite der SG musste verletzungsbedingt weiterhin auf Rückraumstammkraft K. Hinz und an diesem Spieltag auch auf die schnelle Linksaußen J.Vergin verzichtet werden, die privaten Verpflichtungen nachkam.

Die ersten Minuten glichen einem Abtasten. Keiner Mannschaft gelang es sich nennenswert abzusetzen. Auf beiden Seiten wurden viele Situationen durch die Unparteiischen korrigiert, was zu einem munteren Hin und Her führte. Nicht besonders häufig waren diese Entscheidungen nachzuvollziehen, glücklicherweise entstand nicht der Eindruck, dass ein Team davon profitieren könnte. Die First Ladies setzten die Vorgabe einer stabilen Abwehr insbesondere durch die rumänisch wechselnden R. Viol und E. Gerspach für den Mittelblock um und mussten sich nur wenige Male geschlagen geben. Die gefährlichen Würfe aus dem Rückraum wurden größtenteils unterbunden oder abgeblockt. Im Angriff mussten sich die Damen aus Schöneberg in Geduld üben. Die Rudower Abwehr stand kompakt und ließ zunächst wenige Möglichkeiten zu. Die vielen Unterbrechungen unterbanden ein schnelles Spiel beider Mannschaften maßgeblich. Das Mittel der Wahl erschloss sich also in überlegten und strukturierten Angriffen, die oftmals gut gespielt und – wie auch schon in den Spielen zuvor – nicht immer erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Diesmal konnte jedoch die Überzahl besser genutzt werden und so stand es folgerichtig zur Pause 10:8 aus Sicht von OSF.

Die Halbzeit nutzen Trainer und Mannschaft, um sich nochmal neu zu fokussieren. Auf keinen Fall sollten die Rudowerin nochmals den Ausgleich schaffen. Außerdem galt es die Möglichkeiten einfache Tore zu machen effektiver auszunutzen.

Der zweite Durchgang startete durchwachsen. Die Südberlinerinnen konnten zunächst den Vorsprung bis auf ein Tor egalisieren, der in der Folge aber wieder anstieg. Im weiteren Verlauf knüpften beide Mannschaften an die Leistung der vorherigen Halbzeit an, der Vorsprung von zwei bis drei Zählern blieb konstant bestehen. Jedoch konnten sich die Schönebergerinnen auch nicht nennenswert absetzen. Die zweite Welle des Gegners wurde meist effektiv unterbunden und freie Würfe oftmals zum Glücke der SG durch wiederholt starke Leistungen von J. Neeb und M. Schmidt verhindert. Im Angriff wurden weiterhin Chancen durch Abläufe kreiert, wobei auch immer mehr Individualleistungen zum Erfolg führten. D. Juda überzeugte mit guter Übersicht und daraus resultierende, für die Abwehr überraschende, Kreisanspiele Auch C. Friedrich konnte durch druckvolles Spiel eigene Chancen nutzen. Die schwindenden Kräfte in der Schlussphase der Partie auf Seiten Rudows sorgten für Entspannung für die Schönebergerinnen, die somit das Ergebnis mit 22:16 ein wenig deutlicher gestalten konnten.

Sicherlich war auch in diesem Derby noch nicht alles Gold, was glänzt. Insbesondere an den Abschlüssen muss gearbeitet werden, um zukünftig effektiver zu sein. Die erste und zweite Welle muss überzeugter gespielt und schneller initiiert werden. Dennoch war eine Steigerung im Vergleich zu den Spielen zuvor zu erkennen, die für die kommenden Aufgaben konserviert werden muss. Vielen Dank für die lautstarke Unterstützung durch die 2. und 3. Männer und auch an alle anderen Sympathisanten, die dem Spiel beiwohnten.

Weiter geht es für die First Ladies am kommenden Samstag um 20:00 in der Pallasstraße. Zahlreiche Zuschauer sind bei dem Heimspieltag, der um 15:30 mit der männlichen B Jugend startet, dann um 17:45 mit den 1. Männern langsam auf den Höhepunkt des Abends vorbereitet und selbigen schließlich um 20:00 mit dem Spiel der 1. Damen erreicht, gerne mit Pauken und Trompeten gesehen J.

Es spielten: S. Rutschow (7/5); I. Wiesner 6; C. Friedrich 4; J. Homann; A. Labenski; K. Höhne; J. Eisold; D. Juda (je 1); R. Viol; A. Wiesner; E. Gerspach; J. Neeb (TW); M. Schmidt (TW)

SG OSF Berlin - TSV Rudow
22:16 (10:8)