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OSF First Ladys vor schwierigem Saisonstart

von Kai Schubert-Altmann

Am kommenden Sonntag, um 17:00 startet die 1. Frauenmannschaft der SG OSF Berlin mit einem Heimspiel in die Ostsee-Spree-Liga-Saison 2019/20.

Nachdem die Schönebergerinnen in der vergangenen Saison ihre Ziele mit dem Pokal-Final-Four  des HVB und dem vierten Platz in der Ostsee-Spree-Oberliga  erreicht hatten, war für die Verantwortlichen die Ausrichtung für die Saison 2019/20 klar: Mit gezielten Verstärkungen die Mannschaft verjüngen und die hervorragende Leistung aus dem Vorjahr bestätigen. Dass dieses Ziel durch die Aufstockung der Liga von 12 auf 14 Mannschaften und den starken Absteigern aus der dritten Liga ein sehr ambitioniertes ist, war allen Beteiligten klar. 

Mit Josefine Gorka konnte dann auch eine Wunschspielerin von Trainer Waffenschmidt für die SG gewonnen werden:  „Josi ist eine sehr talentierte junge Spielerin, die wir schon seit zwei Jahren beobachten. Wir freuen uns sehr, dass wir sie für uns gewinnen konnten. Sie soll bei uns den nächsten Entwicklungsschritt machen.“  Um für die lange Saison vorbereitet zu sein, wurde der Kader nochmal verbreitert und mit Carolin Mellack eine weitere Rückraumspielerin geholt. „Mit Caro  werden wir im Rückraum variabler und durch ihre Schnelligkeit erwarteten wir uns mehr Effektivität im Tempospiel.“

So gingen die Mannschaft und die Verantwortliche mit viel Zuversicht in die Sommerpause, um dann in der Vorbereitung den Grundstein für die neue Saison zu legen.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Kurz vor Vorbereitungsbeginn im Juni bekam der Trainer die erste schlechte Nachricht. Alina Rauhut, Toptorjägerin der SG OSF der vergangen beiden Spielzeiten, musste aus beruflichen Gründen für die kommende absagen. Kaum vom Schock erholt – nur zwei Wochen später – die nächste Hiobsbotschaft: Spielmacherin Antea Arndt zog sich beim Uni-Sport einen Wadenbeinbruch zu. Ausfallzeit sechs bis zwölf Monate. Als wäre das nicht genug, verletzte sich im Juli beim Trainingslagerwochenende die dritte Leistungsträgerin mit Sophie Hoffmann schwer. Schulterverletzung, Rückkehrzeit ungewiss. Doch wer jetzt denkt, das reicht für zwei Saisonen, hat sich getäuscht. Mitte August teilte Kreisläuferin Laura Schnurstein der Mannschaft mit, dass sie studienbedingt Berlin verlassen werde und somit für die kommende Saison nicht zur Verfügung stehe. Das Team wünscht ihr natürlich alles erdenklich Gute, doch dies ist ein schmerzlicher Verlust. Als am vergangenen Wochenende, beim Vorbereitungsturnier in Dresden, sich Rechtaußen Franziska Rehmer ebenfalls einen Wadenbeinbruch zuzog, war die personelle Ausfallkatastrohe für die First Ladys perfekt.  Fünf Ausfälle für die anstehende Saison, innerhalb weniger Wochen – an dieser Stelle die besten Genesungswünsche an alle verletzten Spielerinnen.

Ziele werden angepasst

„So etwas habe ich noch nicht erlebt. Wir haben in der Vorbereitungszeit fast einen kompletten ‚Anzug‘ verloren“, zeigt sich der Trainer bedient von den vielen Ausfällen. „Wir werden unserer Ziele für die Saison der Situation anpassen müssen.“

Bei drei Regelabsteigern wird die erste Zielsetzung wohl lauten müssen, Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft um Spielführerin Ilka Wiesner mit dieser Situation umgeht.  Doch in Schöneberg gibt man sich kämpferisch „Durch die Umstände werden wir als Team noch enger zusammenwachsen und um jeden Punkt kämpfen“, so Wiesner.  Dass die Mannschaft dazu gewillt ist, zeigte sie bereits am vergangen Wochenende bei einem Vorbereitungsturnier in Dresden, wo die SG OSF einen sehr guten zweiten Platz belegte und alle Spielerinnen eine ansprechende Leistung zeigten.

Start gegen Top-Team

Diese Leistung wird man am kommenden Sonntag beim Saisonstart im heimischen „Sachsendom“ benötigen, will man gegen die Gäste von Pfeffersport  um die Punkte mitspielen. Denn mit dem Auftaktgegner kommt für Trainer Waffenschmidt eines der Top-Teams der Liga nach Schöneberg: „Pfeffersport hat sich im Vergleich zur letzten Saison massiv verstärkt und gehört für mich mit diesem Kader zu den Top Vier der Liga“.  Durch die Aufstockung der Liga startet sie dieses Jahr zwei Wochen früher in die Saison als letztes Jahr. „Für uns kommt der Start ein wenig zu früh, gerne hätte ich etwas mehr Zeit gehabt, um die Mannschaft auf die neue Situation vorzubereiten. Aber die OSL ist kein Wunschkonzert und ich bin mir sicher, die Partie gegen Pfeffersport wird uns aufzeigen, woran wir bis zum zweiten Spiel arbeiten müssen“, so der Trainer weiter.

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1. Frauen 2019/2020
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