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Time to say Goodbye

von Ilka Wiesner

Lange habe ich mich davor gedrückt – bewusst oder nicht – diese Zeilen zu schreiben. Nur irgendwann rückte mir - völlig zurecht - die Presseabteilung der SG OSF so unangenehm auf die Pelle, dass ich endlich tätig werden musste. Ich möchte und muss hier an der Stelle Volker Waffenschmidt, Trainer der 1. Frauen, verabschieden, der drei Jahre mit dem weiblichen Flaggschiff arbeiten wollte, durfte und vor allem konnte.  Drei Jahre sind also inzwischen vergangen, dass ich an dieser Stelle den neuen Trainer der First Ladies der SG vorstellen und begrüßen durfte. Volker kam über glückliche Umwege zu uns, die ein ums andere Mal aufzeigten, wie klein Handball-Deutschland sein kann. Aus dem Süden der Republik – mit Station in benachbarten Österreich – kam Volker ins wilde Berlin und fand nach einer Zeit der Akklimatisierung bei der SG OSF seine neue Handballheimat. In der ersten Saison ging es insbesondere darum, die vielen neuen Spielerinnen zu integrieren und eine schlagkräftige Truppe zu bilden. Das gelang bereits in der Vorbereitung durch das unvergessliche Turnier in Volkers Heimat in Neuenstadt am Kocher. In der zweiten Saison sollte auf dem ersten gemeinsamen Jahr aufgebaut und Erfolge ausgebaut werden. Ein Fingerzeig und Highlight war insbesondere die Teilnahme am Final Four – dem Berliner Pokalhalbfinale und Finale. Die nun schlussendlich abgebrochene aktuelle Saison sollte sich bedingt durch ein bemerkenswertes Verletzungspech als die schwierigste für das Team rund um den Chefcoach darstellen – in Schöneberg munkelt man, dass Corona zumindest dahingehend was Gutes hat…

Mit Volker verlässt ein Trainer den Verein, der nicht nur den notwendigen Handballsachverstand vorweisen konnte. Auch stand für ihn immer außer Frage, dass – wie so häufig im Sport – der Fokus nicht unbedingt auf dem Frauensport lag. Wir können uns als SG mitnichten von dieser Tatsache ausnehmen. Diesen Umstand mit Würde und notwendiger Professionalität hinzunehmen und damit umzugehen ist und war keinesfalls selbstverständlich. Darüber hinaus war die Zusammenarbeit mit Volker bezüglich Organisation und Eigenständigkeit sehr angenehm, reibungslos und fußte auf großem gegenseitigem Verständnis für Bedürfnisse und Umstände.

Wenngleich bereits die Lobeshymnen ausgetauscht wurden, sollen folgende privatere Worte auch hier noch erwähnt sein. Vielen Dank für dein Engagement, für dein Vertrauen und deine Freundschaft. Ich bin unheimlich dankbar dafür, dass wir dieses Projekt gemeinsam angehen und auch (mehr oder weniger) beenden konnten. Es ist mit Sicherheit nicht der Abschied, den wir uns vorgestellt haben, deswegen aber nicht weniger würdevoll. Ich hoffe sehr, dass es in naher Zukunft die Möglichkeit gibt ganz selbstlos und gebührend auf uns anzustoßen. Bekanntlich gibt es ohne Abschied kein Wiedersehen. Deswegen wünschen wir dir von der SG – Leitung für alle deine kommenden Projekte alles Glück dieser Erde und freuen uns auf das Wiedersehen.

*Alle Fotos vom Alten Keeper. 

 

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