Spielbericht
TSV Rudow   vs.   Alte Herren Ü32

05.05.2019

Topspiel Verbandsliga Ü32

TSV Rudow

TSV Rudow

26 - 26
SG OSF Berlin

Alte Herren Ü32

Es war angerichtet für das Spitzenspiel der Alte Herren Verbandsliga. Sonntagnachmittag, Elfriede-Kuhr-Straße und auf beiden Seiten fast volle Kapellen sowie oben auf der Tribüne zumindest eine halbvolle.

 Allen Anwesenden war klar, dass für die SG OSF nur der Sieg zählt, da niemand ernsthaft damit rechnete, dass die abgezockten Rudower noch Punkte liegen lassen würden – egal ob es nun Tempelhof oder Lichtenrade war, die noch auswärts bespielt werden mussten.

Die Gastgeber ihrerseits würden ebenfalls auf Sieg spielen, um den bisher einzig erlittenen Makel bei der 31:34 Niederlage in Schöneberg auszubügeln.

Und so entwickelte sich dann auch ein heiß umkämpftes Spiel, das vor allem in der ersten Halbzeit von zahlreichen schlechten Abschlüssen und technischen Fehlern geprägt war und sich anfangs sehr ausgewogen gestaltete. Die Gentlemen präsentierten sich nervös und suchten mehrfach verfrüht den Abschluss (Böttcher), während die Rudower sich offensiv ebenfalls nicht in Bestform präsentierten und zumindest in Sachen technische Fehler nicht zurückstanden. Dennoch bekam die SG das Spiel gen Ende der ersten Halbzeit besser in den Griff, stand sehr solide in der Deckung und konnte gezielt Nadelstiche setzen. Beim trockenen 7:10 durch Piepovic in der 28ten Minute legten die Schöneberger erstmals 3 Tore Abstand zwischen sich und den Gegner, kassierten aber bei 29:59 noch ein dummes Ding, sodass man mit 9:11 in die Kabine ging.

 Dann kam die zweite Hälfte, die den amtierenden Berliner Meister küren sollte – leider nicht die SG OSF, sondern den gastgebeneden TSV Rudow. Es sah zunächst allerdings ein klein wenig anders aus.

Nachdem die beiden bisher eher verhalten aufspielenden Halbspieler Piepovic und Böttcher langsam Gefallen am Spiel zu finden schienen und im Zusammenspiel mit Debütant Mimi Dierberg (Kiste?!) bis auf 9:15 erhöhten, reagierte Rudow und verdammte beide in der Folge bis zum bitteren Ende zum Zuschauen, indem sie in Manndeckung genommen wurden.

Was zunächst danach aussah, als ob es als wirkungslos verpuffen würde, ging am Ende leider auf, als die Luft der auf der Platte verbleibenden OSFler langsam knapp wurde (ab Minute 49). Ein ausgesprochen fieser Schachzug in einer Alte Herren Liga, aber soweit der Schreiber weiß leider nicht illegal.

So machte Rudow aus einem 18:23 binnen 7 Minuten ein 25:23 und beendete so unsanft alle Schöneberger Meisterambitionen. Zwar kämpfte die SG OSF verbissen weiter und konnte am Ende zumindest einen Zähler verbuchen, allerdings sollte das nicht reichen, um den Titel einzufahren.

 

Um mal ein paar ernste Worte zu verlieren: Die ganze Mannschaft sollte sich gründlich hinterfragen, wie es passieren konnte, ein sicher geführtes Spiel innerhalb von ein paar Minuten dermaßen herzuschenken.

Das sollen aber auch genug der mahnenden Worte gewesen sein.

 

Wir gratinieren Rudow zum Meistertitel und unternehmen nächstes Jahr einen neuen Anlauf.

 

Danke an die uns unterstützenden Zuschauer!

 

Die SG spielte mit: Im Tor Ritze und Andi

Im Feld mit: Günni 3 (0/1, aber im Nachwurf reingemacht), Shorty (1), Reichwald Sr. (4/4/6), Sami (1), Piepovic (3), Felle (4 und was für Dinger), Böttcher (2 und ein paar nebens Tor), Mimi (3, davon ein Einstandstor), Brieger (5/2)

TSV Rudow - SG OSF Berlin
26:26