Spielbericht
1. männliche A   vs.   VfL Lichtenrade

22.09.2019

Der ganze Mist einer Saison in einem Spiel

SG OSF Berlin

1. männliche A

19 - 27
VfL Lichtenrade

VfL Lichtenrade

Was sich sonst so an miesem Karma über eine ganze Saison verteilt, kam am Sonntag in nur einem Spiel der mA zusammen: Fehlende Einstellung, geringe Konzentration, Wurfpech, eigenwillige Schiedsrichter, ein erstarkender Gegner... und so ging das Spiel gegen die Randberliner mit 19:27 verloren.

Nach Siegen in der Quali und in der Vorbereitung nahmen manche den Gegner trotz Warnungen der Trainer wohl doch zu sehr auf die leichte Schulter. Die fehlende Spannung und Konzentration waren von Anfang an spürbar. Während die Abwehr noch ganz gut stand, haperte es im Angriff; es gab viele technische Fehler und schlechte Entscheidungen. So lag man bald in der ersten Halbzeit immer so zwei, drei Tore hinten. Aber dennoch war der Wille zu spüren, sich zusammenreißen zu wollen. Und immer, wenn man sich anschickte, den Anschluss wieder herzustellen, hatten die Schiedsrichter was dagegen. Zunächst nie mit dramatischen Fehlentscheidungen, aber immer so, dass der Flow unterbrochen wurde. 11:14 zur Halbzeit. Nix passiert. Alles noch zu reparieren.

Aber der Bad-Karma-Day setzte sich fort. Jetzt kam noch extremes Wurfpech mit sechs Pfosten und Lattentreffern dazu, zum Teil mit so Spezialitäten wie „zwei mal Innenpfosten und wieder rausspringen“. Und jetzt legten auch die Schiedsrichter noch eine Seltsamkeitsschippe drauf: Schritte waren egal, Behinderung beim Anwurf wurde ignoriert, Trikot ziehen im Gegenstoß genauso, der angedrohte Wurf ins Gesicht bei Manndeckung übersehen, dafür sauberes begleitendes Abwehrverhalten geahndet, vier 7-Meter auf der einen, keiner auf der anderen Seite gegeben, und dennoch gilt... An einem normalen, konzentrierten Tag hätte die mA auch diese Seltsamkeiten weggeatmet, oooommmmmhh, und den Sieg eingefahren, am Bad-Karma-Tag nicht. Zumal mit der immer konkreter werdenden Aussicht auf den Sieg nun auch Lichtenrade sehr vieles gelang und ihr Torwart in der zweiten Hälfte einen Sahnetag erwischte. Auch die vogelwilden Versuche der mA, es zum Ende noch einmal umzubiegen, blieben erfolglos und Lira fuhr den Sieg ein.

Ärgerlich, aber es zeigt, dass trotz breitem und talentierten Kaders die Einstellung und Konzentration die entscheidenden Größen bleiben, um erfolgreich zu sein. Nun findet man sich in der unteren Tabellenhälfte der noch jungen Saison wieder mit dem schweren Auswärtsspiel gegen Schwerin vor der Nase und der anschließenden Herbstferienpause. Ein ausgeglichenes Punktekonto wäre da wichtig, daran ist aber nach dem Spiel vom Sonntag nicht zu denken. Erst einmal muss der Rhythmus wieder gefunden werden.

SG OSF Berlin - VfL Lichtenrade
19:27 (11:14)