Spielbericht
BFC Preussen III   vs.   2. Männer

23.11.2019

Eine Runde weiter

BFC Preussen

BFC Preussen III

22 - 28
SG OSF Berlin

2. Männer

Liebe Gemeinde,

am vergangenen Samstag stand die dritte Runde des diesjährigen HVB-Pokal-Wettbewerbs an. Die 2. Männer der SG OSF konnte sich bei der 3. Mannschaft des BFC Preussen in Lankwitz letztlich nicht schön, aber souverän mit 28:22 durchsetzen und zog damit in die nächste Runde ein.

Vor dem Spiel war in Reihen der Schöneberger darüber gemutmaßt worden, wie gertenschlank die Ersatzbank beim Auswärtsauftritt in der Lankwitzer Kiriat-Bialik-Halle ausfallen würde. Wie schon in den Vorwochen hatten sich etliche OSF-Recken kampfuntauglich gemeldet. Für wieder andere scheint der Pokal-Wettbewerb einfach nur hinderlich bei der Urlaubsplanung zu sein. Letztlich sollte sich aber doch ein schlagkräftiges Aufgebot finden, um den Auftrag Einzug in die nächste Runde umzusetzen.

Beim Gegner stand zwar BFC Preussen III auf der Büchse. Der Inhalt sollte hingegen eine Gemischt-Hack-Variante aus zwoter und dritter Equipe der Lankwitzer sein - eben alle, die neben der 1. Männer noch Lust haben sich ein paar Wochenenden mehr in den Spielplan zu knallen. Kein Fallobst also. Aber auch bei den Gastgebern - so ließ sich vernehmen - war nicht die volle Kapelle verfübar. Ohne wenn und aber ließ sich also den Schöneberger Gästen ungeniert die Favoritenrolle zuspielen.

Mit der Einschränkung, dass nach wiederholtem Pushen im Vorfeld der erste Angriff wiederholt durch fehlende Spannung zu einem technischen Fehler und Ballverlust führen sollte - ein Paradoxon? -, ließ sich die Anfangsphase der Partie ganz ordentlich an. Zwar war es den schwarzgewandeten Hausherren vorbehalten den ersten Treffer zu erzielen, im weiteren Verlauf sollten allerdings fortwährend die Schöneberger Gäste die Führung für sich beanspruchen. Dabei profitierte man von einer zwar zusammengewürfelten, in Anbetracht dessen aber halbwegs stabilen Deckung, die unter gütiger Mithilfe des rasch die Situation erfassenden Torstehers T. Kaiser etliche leichte Tore über schnelle Gegenzüge ermöglichte. Mit ein wenig mehr (schon aus dem Spiel gegen Hermsdorf bemängelter) Konsequenz beim Abschluss wäre durchaus auch eine höhere Führung zur Halbzeit möglich gewesen.

Zum Pausentee zeigte die Anzeige nur eine hauchdünne 11:10-Führung für die Gastmannschaft. Hochstimmung kam dementsprechend in der Kabine ob des bisher Gezeigten nicht auf, aber es blieben ja noch 30 Minuten, um dem Frosch zu zeigen, wer die Locken hat. Oder so ähnlich.

Eine Steigerung war auch bitter nötig. Schließlich konnte man schon die eine oder andere befriedigte Miene auf Preussen-Seite erblicken. Hier wurden sich bestimmt (zurecht!) mental die Hände gerieben - schließlich hatte man sich bisher mehr als achtsam aus der Affaire gezogen und damit ein Etappenziel erreicht.

Kurz gesagt verlief die zweite Halbzeit nicht groß anders als die erste. Immer blieb OSF in Führung, immer zogen die Preussen nach - allerdings mit zunehmender Spieldauer immer weniger im Gleichschritt. So blieb es den Gästen vergönnt Ihr Polster bis zum Endstand von 28:22 auszubauen, was im Endeffekt die gezeigten Leistungen ganz gut widerspiegeln sollte.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, könnte man sagen. Richtig gefährlich wurde es für den Favoriten nie, richtig souverän ist allerdings auch anders. Nun, was will man nach den beiden Nackenschlägen aus den Vorwochen in der Liga geben ACB und Hermsdorf auch erwarten...?! 

Vielleicht ein wenig mehr Cleverness/Wachheit bzgl. dem Ablauf von Zeitstrafen/Auffüllen, Ein- und Auswechseln, Abwehrarbeit, Abschluss vor dem Tor und generell dem Willen es sich spielerisch nicht schwerer zu machen als nötig - aber hey: Wir sind auch nur Menschen. Dementsprechend menschlich dürfte es aber auch sein, angesichts der Ausgangssituation Favorit vs. Underdog aus Sicht des Ersteren nicht so einfach zufrieden zu sein. V. a. nicht, wenn sich unerfreuliche Mechanismen wiederholen.

Sicherlich positiv hervorzuheben ist aus dem trüben Blick der Erinnerung eine in wichtigen Momenten erwähnenswerte Torwartleistung von "Socke" Volz in Durchgang Zwei, der Wille und das Umsetzen zum schnellen Umschaltspiel sowie die, sicherlich auch durch individuelle Qualität/Überlegenheit bedingte, Fähigkeit immer dann zu scoren, wenn es hätte enger werden können. Diese Killermentalität schien an diesem Pokal-Wochenende mit Blick auf die anderen Spiele nicht alle Favoriten auszuzeichnen. Schön auch, dass alle aktiven Spieler auf ihre Minuten kamen.

Gar nicht schön allerdings, dass sich Sportsfreund Höfer der Ältere, gerade erst nach längerer Pause zurück, nach rekordverdächtig kurzer Zeit auf der Platte wieder bis voraussichtlich zum nächsten Jahr abmelden musste. Die Verletzung am Fuß schlägt erneut eine empfindliche Schneise in die Personalplanungen im Rückraum und aus Sicht des Betroffenen mit Sicherheit auch in seine persönlichen Tanz-Ambitionen auf der bald bevorstehenden Team-Weihnachtsfeier. Wir wünschen alles Gute und hoffen, dass du im nächsten Jahr wieder voll angreifst. Vor allem im Pokal, denn schließlich bist du hier der mit den größten Ambitionen. ;-)

Für die zweite Wahl Schönebergs geht es am kommenden Samstag in der Verbandsliga weiter. Es geht darum die letzten Eindrücke zu korrigieren und wieder zur Dominanz zurück zu finden. Gegner wird die Zweitvertretung vom VfV Spandau sein. Wieder ein Aufsteiger. Damit hat die Mannschaft ja jüngst genug Erfahrung gesammelt. Wir gehen mal davon aus, dass sie sich erinnert und allen geneigten Zuschauer/innen einen triftigen Grund gibt sie lautstark und zahlreich zu unterstützen. Wir sehen uns!

Es spielten:

Tobias Kaiser (TW), Felix Volz (TW), Martin Eitner (2), Arthur Fink (8/3), Jonathan Weiß (4), Tim Seeger (1), David Kupries (als Maskottchen), Jonas Römer (5), Manuel Manteuffel (1), Dustin Höfer, Marcel Riege, Benjamin Beck (2), Thilo Brauner (1), Sascha Höfer (4) - Trainer: Harald Fröhlich - Gute Fee dahinter: Caj Schlörike

BFC Preussen III - SG OSF Berlin II
22:28 (10:11)