Spielbericht
2. Männer   vs.   HSG Neukölln

26.01.2020

Souveräner Heimerfolg

SG OSF Berlin

2. Männer

33 - 27
HSG Neukölln

HSG Neukölln

Liebe Gemeinde,

nach der bitteren Niederlage bei den Narvaristi am vergangenen Wochenende, konnte Eure Lieblingsmannschaft am gestrigen Sonntag wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Mit 33:27 setzten sich die 2. Männer der SG OSF im Verbandsliga-Knüller gegen die HSG Neukölln durch und setzen ihren Schnupperkurs durch die oberen Tabellengefilde fort.

Im zweiten Spiel der Rückrunde stand zu befürchten, dass sich die Gäste aus dem südöstlichen Szene-/Arbeiterbezirk für die deutliche Hinspielniederlage revanchieren wollen würden. Traditionell heißt es in Schöneberger Kreisen „Augen auf und Hirn an!“, wenn die Neuköllner mit auf der Platte stehen. Gegen kaum eine Mannschaft sah man in der Vergangenheit so oft so blöd aus.

Bei Übungsleister Fröhlich war im Vorfeld der Partie wieder mal das Telefon heiß gelaufen: Wiederholt stand Schönebergs Coach vor der Herausforderung, aus verschiedenen Versatzstücken eine schlagkräftige Mannschaft formen zu müssen. So mussten ganze sieben Verletzte und zwei anderweitig verhinderte Stützen ersetzt werden. Mit den – Ehre Ihrer Einstellung! – akquirierten Kräften P. Böttcher (Ü32 oder 3. Männer – wo spielt der Mann eigentlich nicht???!!!), R. Schweitzer, A. Belhadi (beide 1. Männer) sowie Rückkehrer M. Steiner schienen zumindest auf dem Papier einige Lücke gefüllt. Gleichzeitig nahmen die Wetten auf die Anzahl der zu ewartenden Fehlpässe und spielerischen Missverständnisse Fahrt auf.

Rein in die Partie mit knackigen zwei Minuten voller Abtasten. So lange dauerte es, bis der erste Ball im Schöneberger Gehäuse einschlagen und somit der rot gewandete Gast aus Neukölln in Führung gehen sollte. OSF fand schnell die Antwort und es entwickelte sich eine zunächst offene Partie. In der Anfangsphase schafften es die Hausherren immer wieder durch ordentliche Ballpassagen gute Wurfsituationen herauf zu beschwören, so dass sich die gesammelte Starting-3 im Rückraum bereits nach 7:02 Min. jeweils ein Törchen auf die Fahne schreiben durfte. Im Zuge dessen konnte sich auch bald eine anhaltende Führung mit zwei oder mehr Toren Unterschied herausgespielt werden.

Der spielerische Fluss sollte durch etwas viel Klein-Klein schon bald etwas verebben, aber glücklicherweise konnten ja die oben schon als Verstärkung angepriesenen Kräfte auf die Platte geschickt werden. Kollege Böttcher tat, was Kollege Böttcher eben so tut und Kollege Schweitzer übte sich zunächst im Pfosten Kaputt Werfen. Dafür belebte er aber nicht nur den Angriff, sondern v. a. auch das Deckungszentrum erneut. Wobei man sagen muss: Für die Zusammengewürfeltheit (siehe Duden von 1743) im Mittelblock lief es eigentlich ganz manierlich.

Torsteher Volz zeigte sich in ansprechender Form und ärgerte sich nur hier und da mal über Tore, die nach zuvor aufopferungsvoller Deckungsarbeit quasi aus wie bestellt aus dem Nichts fallen. Oft genug allerdings konnte sich die Schöneberger Deckung aber auch das Spielgerät erkämpfen und über beherzt gelaufene Gegenstöße zum Torerfolg treiben. Die Hausherren zogen innerhalb von sechs Minuten von 10:8 auf 16:8 davon.

So konnte dann ein relativ entspannter Pausentee beim Stande von 17:10 genossen werden.

In Durchgang Zwei kam es v. a. darauf an, Aggressivität und Tempo hoch zu halten, um die Gäste gar nicht mehr schnuppern zu lassen. Dies gelang bedingt, aber in ausreichender Form. Mitnichten entwickelte sich ein Scheibenschießen – dafür verlor die OSF-Abwehrreihe zu sehr den Zugriff auf die gegnerischen Rückraumschützen (oder in Konsequenz auf die Außenspieler), wodurch der zum zweiten Durchgang in die Partie ins Gehäuse gekommene Sportskamerad Kaiser ziemlich allein auf weiter Flur stand. 17 Gegentore in Durchgang Zwei sind einfach deutlich zu viele.

Zumindest wurde weiterhin beherzt nach vorn gespielt. Mit zunehmender Spieldauer kamen fast alle Akteure auf einen Torerfolg, hier und da konnten ein paar Ballstafetten sogar bis nach außen und an den Kreis bekundet werden und insgesamt kam keine Gefahr mehr auf, da die Gastgeber einfach immer noch einen Pfeil mehr im Köcher hatten. Sinnbildlich hierfür eine Neuköllner Hoffnungsphase von 23:16 auf 24:20, der allerdings postwendend mit einem Drei-Zu-Null-Lauf beantwortet werden konnte. Bei 33:27 war die Messe dann gelesen.

Es bleiben eine ordentliche Leistung und verdiente, eigentlich zu keinem Zeitpunkt gefährdete Punkte. Punkt.

Abschließend bleibt nochmals danke zu sagen den Aushilfen (Böttcher Kiste!) und versammelten Schaulistigen und auf ein Wiedersehen zu hoffen nach der nun anstehenden Spielpause. 

Es spielten:

T. Kaiser (TW). F. Volz (TW), J. Kirchner (1), A. Belhadi (1), J. Weiß (2), T. Seeger, F. Sachs (4), M. Manteuffel (8; 5/5), DJ Kupries (2), M. Steiner (2), P. Böttcher (5 & Dreißigstes), R. Schweitzer (3), T. Brauner (4), M. Riege (1)

SG OSF Berlin II - HSG Neukölln
33:27 (17:10)