Spielbericht
1. Männer   vs.   SG Hamburg-Nord

25.01.2020

Road to Hamburg!

SG OSF Berlin

1. Männer

27 - 24
SG Hamburg-Nord

SG Hamburg-Nord

Am vergangenen Samstag hatte das männliche Flaggschiff ein besonderes Spiel vor sich: Die 1. Hauptrunde (wobei Achtelfinale besser klingt) des DHB-Amateurpokals in der heimischen Pallasstraße. Gegner war der Hamburger Serienmeister die SG Hamburg-Nord, eine abgezockte und erfahrene Truppe ehemaliger Drittligaspieler - es schien also keine leichte Aufgabe zu werden. Zumal das Selbstvertrauen nach der unnötigen Niederlage im Süden Berlins nicht unbedingt auf dem Zenit war. Hinzu erreichte den OS-Ligist eine Hiobsbotschaft kurz vor dem Anpfiff: Die Sportsfreunde Dorian S. und Philipp C., die aufgrund des frühen Ausscheidens im HVB-Pokal noch freigespielt waren, um für unsere Gentlemen im Berliner Pokal auf Torejagd zu gehen und das auch taten, hatten sich damit für alle weiteren Pokalwettbewerbe jeglicher Art festgespielt - sind nun also für den Amateurpokal nicht spielberechtigt. Aber kommen wir zum Spiel…

Man merkte schnell, dass sich die beiden Mannschaften erst einmal kennenlernen mussten. Das Abtasten der jeweiligen Spielstile war jedem in der ausverkauften (!!!) „Pallashölle“ ersichtlich (an dieser Stelle schon einmal vielen Dank für die großartige Stimmung, welche das komplette Spiel über anhalten sollte). Dementsprechend zerfahrend war die Anfangsphase des Spiels. Nach 10 Minuten stand ein 4:4 auf der Anzeigetafel. Das männliche Flaggschiff kam nicht so richtig in den Tritt und die Männer von der Elbe kamen über ruhige Angriffe, vor allem über den Kreis, ins Spiel. Nach einem zwischenzeitlichen 3-Tore-Rückstand, konnte die Heimmannschaft aber nach und nach die Vorteile in Athletik sowie Schnelligkeit ausnutzen und kam vor allem über die 2. Welle zu schnellen Torerfolgen. Eine unglückliche Szene beschattete den kleinen Lauf allerdings: Der A-Jugendliche Calvin Rygliszyn, der sein Debüt für das männliche Flaggschiff gab, hatte anscheinend seine Kraft nicht unter Kontrolle und riss den mindestens 10kg schwereren Hamburger rüde aus der Luft (Spaß beiseite, wohl einfach zur falschen Zeit am falschen Ort - man kennt es). Der Halbzeitstand war 14:12 - ein Ergebnis, mit dem man leben konnte.

Der 2. Durchgang begann mit einem 4:1-Lauf für die Berliner. Nach 7 gespielten Minuten netzte Matteo Werth (insgesamt 6 Tore) zum 18:13 ein. Komfortabel sollte man meinen, aber unter anderem durch eine Zeitstrafe und weiteren Unkonzentriertheiten konnten die Hamburger nochmal auf 2 Tore zum 19:17 verkürzen. Die Anzeigetafel zeigte noch nahezu genau 20 Minuten bis zum Ende der regulären Spielzeit. Anscheinend wollte keiner der Berliner ein knappes Spiel an diesem Abend haben, denn in den nächsten 10 Minuten schaltete das männliche Flaggschiff sowohl in der Abwehr als auch in der Vorwärtsbewegung mindestens 2 Gänge hoch,  Resultat: Ein 6:1-Lauf (25:18) und damit die Vorentscheidung! Wer die Schöneberger aber, speziell in der Saison, kennt, weiß, dass sie weniger spannende Spiele nicht gerne hat. Standesgemäß ließ man also in den nächsten Minuten schleifen, die Gründe hierzu? Wie immer nicht wirklich zu erklären. Die Norddeutschen kamen also Tor um Tor heran. 2 Minuten vor Abpfiff nahm Coach Pöhl die nötige Auszeit, um den Deckel nun aber mal endgültig draufzumachen. Der darauffolgende Angriff mündete auch tatsächlich in einem Tor, verantwortlich dafür war Justus Neeb, an diesem Abend mit insgesamt 7 Toren erfolgreichster Schütze des männlichen Flaggschiffs. Am Ende stand ein Ergebnis von 27:24, welches durchaus hätte höher ausfallen können/müssen. Aber gut, die nächste Runde ist trotzdem erreicht.

Damit steht man also im Viertelfinale des DHB-Amateurpokals, und Dank der zahlreichen Absagen weiterer Handballverbände und einem angepassten Modus zu letztem Jahr, auch nur noch ein Spiel von Hamburg entfernt! Motivation genug also für die kommende Begegnung. Der Gegner hier steht auch schon fest: Es geht nach Bautzen zum HV Oberlausitz Cunewalde, die sich momentan auf dem 8. Tabellenplatz der Sachsenliga befinden und in der Runde zuvor in einem wahren Handballkrimi nach zweifacher Verlängerung das Weiterkommen feiern konnten.

Der Fokus muss nun aber wieder auf die Liga gesetzt werden. Am kommenden Wochenende steht mit dem Auswärtsspiel beim VfL Tegel eine schwere Aufgabe vor der Tür. Die Mannschaft also, die für die beiden Niederlagen im Hinspiel und im HVB-Pokal verantwortlich waren (oder waren es die Schöneberger selber?). Anpfiff ist jedenfalls um 17:30 Uhr in der Hatzfeldtallee, kommt rum und unterstützt bei der Wiedergutmachung 2.0!


Wir sehen uns!


Lewin Harries, Hagen Wey, Jonas Paté (3), Belhadi Abderrahmane (1), Justus Neeb (7), Nils Galys (1), Robert Kohrs (4), Marius Wessel (1), Matteo Werth (6/2), Calvin Rygliszyn, Robert Schweitzer (1), Jérémy Raffegeau (1), Philipp Wieschollek (2), Maximilian von Rumohr

SG OSF Berlin - SG Hamburg-Nord
27:24 (14:12)