Spielbericht
TSV Rudow   vs.   Alte Herren Ü32

25.01.2020

Ganz solide für nen Dienstagabend (Nachholspiel) - taktisches Meisterwerk

TSV Rudow

TSV Rudow

26 - 26
SG OSF Berlin

Alte Herren Ü32

Die Rudower gibt’s auch noch. Standen eigentlich einige Wochen vorher auf dem Programm, aber wir wollten ihnen die Deutsche Meister Sause ja nicht vermiesen und haben natürlich der Verschiebung zugestimmt.

Gleichzeitig wollten wir uns aber von Lichtenrade auch nicht sagen lassen, dass wir hier für Wettbewerbsverzerrung o.ä. sorgen, also trat bei den Gentlemen alles an, was Rang und Namen hatte. Im Rückraum waren das die Sportsfreunde Böttcher und Shorty. Das war es dann leider auch. Und auch der restliche Kader war einigermaßen ausgedünnt.

Dafür war ja zumindest die andere Hallenhälfte von der Anzahl und den Staturen der Spieler her ganz manierlich besetzt. Immerhin!

Mit dem Gefühl der sicheren Niederlage spielte es sich aber ganz manierlich.

Die Hausherren in der Anfangsphase etwas pomadig und mit suboptimalen Abschlüssen schienen das Spiel ausgeglichen halten zu wollen, wir spielten mit.

Obschon beide Mannschaften eher eine ruhige Kugel schoben, nahmen dann auch die Unparteiischen das letzte bisschen Härte sicherheitshalber sofort raus und verteilten vier Zeitstrafen für extrem brutale Fouls in der Anfangsviertelstunde (na gut, bis Minute 17, aber im übertragenen Sinne).

Man möchte ja nicht, dass wieder Berichte wie bei Rudow - Lichtenrade geschrieben werden müssen und das Ganze in wilden Westen ausartet.

Abgesehen davon spielten OSF’s Finest - wie die Überschrift sagt -  solide. Stephan nahm auch einige gar nicht sooo schlechte Möglichkeiten weg, der Block stand - wie auch immer das ging, denn die Rudower waren ja im Schnitt doch etwas größer und breiter - und vorne verschleppte man entweder das Tempo oder spielte volles Tempo. Einfach schwer ausrechenbar, die geballte Erfahrung aus Schöneberg (bitte nicht alles ernst nehmen, nicht, dass es wieder Konterberichte gibt).

In die Halbzeit ging man eigentlich plus vier, aber Vossi musste noch zeigen, dass er dolle werfen kann und haute das Ding aus wie viel Metern rein? 13 locker. Kurze Ecke bei stehendem Block, aber psst, Stephan liest ja auch mit. Also nur plus 3 beim 10:13.

Nach der Pause schien es so, als ob es tatsächlich so weitergeht. Böttcher nutzte seine Größenvorteile (Kleinenvorteile?) weiterhin, um dem Innenblock am Schienbein vorbeizuwerfen und auch der Rest der Truppe performte - wie die Überschrift sagt - solide.

Überraschenderweise kamen die Südberliner dann aber doch ran, was eventuell mit ihrer körperlichen und spielerischen Überlegenheit zu tun gehabt haben könnte. Vielleicht aber wollten die Gentlemen auch einfach nur Gentlemen sein. Allerdings nur bis zum 17:18, dann rannten die Schöneberger wieder wie bekloppt und enteilten im wahrsten Sinne des Wortes bis auf 18:24. Das Ganze zehn Minuten vor Ende und dann auch noch durch ein 7-Meter-Tor von Mirco. Da dachte man nun wirklich, der Gegner wäre gebrochen. War er auch, denn er ließ sich dazu herab, die einzigen beiden Rückraumspieler in Manndeckung zu nehmen. Unerhört! Fanden auch die restlichen Schöneberger, die sich nun mehr und mehr verhedderten und dem Gastgeber gentlemen-like gestatteten, Tor um Tor heranzukommen.

Am Ende dann sogar bis zum 26:26, was leider auch den Endstand bedeutete.

Da die Leistung der Unparteiischen auf beiden Seiten mit ausbaufähig, mit Potenzial oder entwicklungsfähig am besten zu beschreiben ist, wollen wir auch gar nicht viel kommentieren.

Aber vielleicht zwei grundlegende Regeltipps: Zeitspiel wird auch am Ende des Spiels nicht bereits nach wenigen Sekunden angezeigt und: Der Abstand beim Ausführen eines Freiwurfs beträgt 3 Meter, nicht 3 Millimeter. Vielleicht wurde da auch einfach was verwechselt.

Am Ende 1 Punkt vong Gerechtigkeit her mit Sicherheit verdient. Keiner freute sich, aber die Mannschaften hatten sich eigentlich ganz lieb nach Abpfiff. So lieb, dass sogar der Corona-Faustshake dann doch zugunsten normalem Händegebens bzw Hugs aufgegeben wurde. So muss es sein!

Wir wünschen den Sportsfreunden aus Rudow, dass sie sich berappeln und im Final Four dabei sind. Wäre doch schade, wenn nicht!

Die Gentlemen sind in den englischen Wochen bereits am Samstag um 19 Uhr wieder gefragt, diesmal aber zu Hause in der altehrwürdigen Geisberghölle. Äh Halle, das mit der Hölle ist ja eher nicht mehr gegeben, nicht Mimi?

Bis dahin, peace out, love & harmony

Die Gentlemen spielten mit:

Im Tor: Stephan (1 Halbzeit herausragend), Ritze (mit kurzer Hose als Coach, n.e.)

Im Feld: Böttcher (9), Reichwald Sr. (8, aber leider 5/7), Tommi (3, kein Heber), Marcus (1, beim Zurücklaufen in die Abwehr vorne stehen geblieben), Felle (2), Mirco (1, aber leider 1/2), Shorty (2), Mario, Robert

TSV Rudow - SG OSF Berlin
26:26 (10:13)