Spielbericht
4. Männer   vs.   Hbfr. Pankow

28.10.2020

Pokalsieg der 4. Männer aka Gentlemen

SG OSF Berlin

4. Männer

32 - 17
Hbfr. Pankow

Hbfr. Pankow

Da war ja noch was, unsere vierten Männer (hust) hatten noch Pokalspiel.
Schließlich stand Corona bzw. der Lockdown light (was ist daran eigentlich light?) wieder vor der Tür, die Älteren der Leser erinnern sich: Das letzte Spiel davor bestreitet immer die Alte Herren der SG OSF.
So geschehen im Frühjahr unter der Woche, so geschehen auch im Herbst, natürlich unter der Woche.

Gentlemen-like.

Gegner immerhin die Handballfreunde aus dem schönen Pankow, die sich die Ehre des letzten Spieles vor dem zu vermutenden Saisonabbruch mit den Alten Herren teilten. Nominell also ein paar Klassen über den Gentlemen anzuordnen, allerdings ließen die Gäste als nette Gäste gleich mal ihre komplette erste Rückraumreihe zu Hause. War Corona Schuld? Man wird es nie erfahren.

Auch sonst erfuhr über das Spiel kaum jemand was, hatte man es doch versäumt, Ordner aufzutreiben, sodass dem Spiel genau null Zuschauer beiwohnen konnten. Na gut, auch unter normalen Umständen wäre das wohl nicht großartig anders gewesen.

Zum Wesentlichen: Auf den 4. Männer aka Ü32 lastete eine große Bürde: Sie wollten eine Runde weiter, eine manierliche Leistung im letzten Spiel der Saison abliefern und natürlich zuallererst Coach Böttcher seine blütenreine Weste nicht versauen.

So gestaltete sich der Start ins Spiel auch zäh. Die Gäste blieben bis zum 4:3 in Tuchfühlung, bevor man einen Gang hochschaltete und sich ziemlich schnell und gegen sich ziemlich wenig wehrende Gäste über die Zwischenstände 9:4, 13:5 und 16:8 bei einem 17:11 zur Halbzeitpause wiederfand. Dazu konnten bereits nach 30 Minuten alle Gentlemen ihren Teil beitragen, mal mehr, mal weniger gelungen, ohne ins Detail gehen zu wollen. Sagen wir Ball fangen und passen sah teilweise schon besser aus, allerdings glücklicherweise auch beim Gegner. Und natürlich hatten wir auch ein Privatscharmützel mit dem Schieri am Laufen, wie es sich für eine Ü32 gehört.

Dann kam die Phase nach der Halbzeit. Sollte es nochmal eng werden? Oder sich frühzeitig enscheiden? Fakt ist, dass man den Stand zwar auf 19:11 ausbaute, der Coach aber dennoch die Auszeit nahm, da die beiden Tore in einer Wildwest Phase des Spiels fielen, in denen sich die beiden Mannschaften mit Fehlern und schlechten Abschlüssen geradezu überboten. Glücklicherweise hatten die Gentlemen auch auf der Torhüterposition an diesem Abend ein klares Übergewicht (nicht wörtlich nehmen), das den Abstand in erträglichen Grenzen hielt.

Nach der Auszeit (klar, wie sollte es anders sein) lief es dann zwar eher schlechter als besser, aber nachdem peu a peu wieder durch- bzw. zurückgewechselt wurde, zeigte sich, dass Luftholen im Alter doch wichtig ist und dazu beitragen kann, wieder konzentrierter zu agieren und sich standesgemäß aus dem Pokal zu verabschieden. So lief das Grauen nach dem zwischenzeitlichen 19:15 über das 27:15 (!!!, vielleicht war das auch die verspätete Wirkung der Auszeit?!) wieder in sehr geordneten Bahnen und wurde beim 32:17 schließlich abgepfiffen. Warum Pieper jetzt kurz vor Ende dem eingewechselten Torwart von 9 Metern über den Kopf schießen musste, bleibt sein Geheimnis.

Deutliche Nummer, muss man nicht zu sehr ins Detail gehen, alle Spieler trugen mit vernünftiger Leistung dazu bei, dass man endlich nicht mehr trainieren muss. Herrlich!

Wir halten uns fit (kleiner Spaß) und harren der Dinge, die da dann irgendwann (wer bitte glaubt an den Dezember?) wieder kommen werden. Hoffentlich. Für eine Ü32 bedeutet so eine Zwangspause ja nun wirklich erhebliche Probleme mit dem Gewicht, vielleicht kann das ja auch in so eine Corona-Risiko-Bewertung miteinfließen.

Bis dahin, macht es jut, eure Alten Herren.

 

Die 4. Männer aka Ü32 spielte mit:

Im Tor: Ritze und Stefan

Im Feld: Marcus (1), Günni (1), Shorty (3), Jörg (4, ¾), Sebastian (3), Benni (4), Winand (3), Pieper (7), Brieger (3), Mimi (2), Don Witti (1, aber was für ein hässliches Ding)

SG OSF Berlin IV - Hbfr. Pankow
32:17 (17:11)