Spielbericht
TuS Hellersdorf   vs.   2. Männer

20.02.2022

Hellersdorf auswärts, immer schwierig

TuS Hellersdorf

TuS Hellersdorf

32 - 35
SG OSF Berlin

2. Männer

SG OSF II gegen Hellersdorf

Hellersdorf auswärts, immer schwierig. Zumindest nicht ganz so spät wie sonst, da das Spiel der ersten Frauen davor coronabedingt ausfiel, aber auch so die letzten Jahre einfach kein gutes Pflaster. Nicht nur ein sehr rutschiges, sondern auch ein sehr wenig erfolgreiches.

Der Gastgeber mit vollster Kapelle da, wir minus den üblichen Verdächtigen plus noch ein paar Weiteren, die fehlten, die Rollen also eigentlich klar verteilt, zumal Hellersdorf zu Hause normalerweise nicht zu viele Punkte verschenkt.

Aber bereits beim Aufwärmen spürte man was. Die Mannschaft war einerseits locker, brannte aber auf der anderen Seite. Es war was gutzumachen nach der etwas enttäuschenden Leistung der Vorwoche und in Sachen „Bleibt man im vorderen Drittel oder verabschiedet man sich ins Mittelfeld“ war es ein richtungsweisendes Spiel.

Der Gegner von der Spielanlage, dem Altersschnitt und der körperlichen Präsenz her durchaus vergleichbar mit Rudow, hatte man sich vorgenommen, einmal die Leistung des vergangenen Wochenendes zu wiederholen, nur in gut.

Und vergleichbar mit der Vorwoche waren die Schöneberger in der ersten Halbzeit die dominantere Mannschaft. Immer in Führung, mit schneller Ballrotation, einem überragend aufspielenden und unfassbar treffsicheren Quoc Cuong Le und sogar recht ansehnlichem Tempospiel nach vorne drückte man dem Spiel seinen Stempel auf und konnte sich mehrfach eine 3-Tore-Führung erarbeiten. Bekanntermaßen steckt Hellersdorf nie auf und kam durch vermehrte Unachtsamkeiten unsererseits jeweils wieder zurück. Immerhin ein Tor Führung konnte man mit in die Kabine nehmen, auch das recht vergleichbar wie in der Vorwoche.

Man will auch nach der Halbzeitpause nicht von einer Kopie des Spiels der Vorwoche sprechen, aber TuS Hellersdorf setzte sich langsam ab. Die Führung der Gastgeber betrug Mitte der zweiten Halbzeit in der Tat wieder die verfluchten drei Tore, die der SG bereits in der Vorwoche das Genick gebrochen hatte. Unachtsamkeiten in der Deckung, freie liegengelassene Chancen im Angriff und unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, vor allem was Zeitstrafen anging (8:3 Zeitstrafen gegen die SG am Ende), trug Einiges dazu bei, dass man etwas den Anschluss verlor. Eine Auszeit war die Folge, die zeitverzögert auch Wirkung zeigen sollte. Durch mehr oder weniger anmutige Angriffsaktionen stellte man in der Folge innerhalb von 120 Sekunden auf Unentschieden und konnte in der 50ten Minute das erste Mal seit der ersten Hälfte in Führung gehen. Nun kamen auch einige wenige Entscheidungen zugunsten der Schöneberger dazu, die verhinderten, dass die Gastgeber nochmal aufschließen konnten. Zusätzlich hatte sich auch Linus seine Aktionen fürs Ende aufgespart. Am Ende brachte man die 2 Punkte durch eine absolut geschlossene und jederzeit konzentrierte Leistung zurück nach Schöneberg.

Neben einer super Torwartleistung vor allem in den letzten Minuten des Spiels, wo Erik mal wieder seiner Rolle als Joker gerecht wurde und die Hütte vernagelte, trugen vor allem das flüssige Angriffsspiel und das jederzeit hoch gehaltene Tempo dazu bei, dass man diesmal im Spiel gegen die zweite Spitzenmannschaft der Liga die Oberhand behielt.

Die SG spielte mit:

Im Tor: Ritze und Erik

Im Feld: Günni (12, 4/5), Bene (4), Konrad, Noah (1), Ole (2), Konni (4), Pieper (3), Julius, Manu (3), Thilo (4, 100% Quote), Linus (2)

TuS Hellersdorf - SG OSF Berlin II
32:35