Wir hatten uns viel vorgenommen. Das Hinspiel war noch gut in Erinnerung. Großartige Halle, bombige Stimmung und ein gutes, spannendes Handballspiel. Kleinigkeiten waren entscheidend bei der 2 Tore Niederlage.
Die Stimmung am Sachsendamm war sehr gut. Ein besonderer Dank an die weibliche D- Jugend sowie die heimischen und angereisten Zuschauer.
Leider haben wir in der ersten Halbzeit unsere so ziemlich schlechteste Leistung dieser Saison gezeigt. Die Fehlerquote war gruselig. Was da an Bällen weggeworfen wurde. Die Abwehr hatten den Namen nicht verdient. Keine Bewegung, egal ob vorn oder hinten, im Spiel. Stavenhagen konnte ohne große Probleme 7 Tore Vorsprung bis zum Pausenpfiff herauswerfen. Mit hängenden Köpfen und völlig verunsichert ging es in die Kabine. Guter Rat war teuer. Wie kommen Lars und Steven ran an die Mannschaft? Das Trainerteam brauchte erstmal einige Minuten.
Die Worte waren wohl gewählt und die ersten 25 Minuten wurden nicht angesprochen. Der Fokus ging auf den zweiten Abschnitt. Lars erinnerte das Team an seine Stärken und die guten Spiele der letzten Woche. Irgendwann fiel sogar einmal der Satz: „Wenn die Gäste eine Halbzeit mit 7 gewinnen, können wir das auch mit 8“.
Der Beginn des zweiten Abschnitts war mit 3 Toren in Folge vielversprechend. Endlich griff die Deckung beherzter zu, verschob besser und die Torhüterinnen konnten sich auszeichnen. Die Antwort der Gäste ließ nicht lang auf sich warten und der Rückstand war wieder bei 7 Toren. Hinzu kamen noch 2 Minuten. Die Unterzahl schien die Deckung aber nur anzuspornen noch mehr zu arbeiten. Kein Tor zugelassen und selbst 2 geworfen. Bei Spiel 6 gegen 6 nochmals 2 Tore von uns und es waren „nur noch 3“. Ab der 40. Minute war es ein Spiel „auf Messers Schneide“. Tor der Gäste unsere Antwort. Stavenhagen nahm die Auszeit und wir bekamen ebenfalls die Möglichkeit mit unserer Mannschaft zu sprechen. Nach der Auszeit der Gäste wieder die 3 Tore- Führung. 8 Minuten waren noch zu spielen und viel spannender konnte ein Spiel nicht verlaufen. Wieder und wieder halfen uns die eigenen Zuschauer, waren der „berühmte 7. Mann“. Die Abwehr rührte nun Beton an und die Gästespielerinnen liefen sich immer wieder fest. Machten nun selbst Fehler!
Tor um Tor konnten wir aufholen und in Minute 48:15 stand es 22 zu 22. Die 7 Tore waren egalisiert! Aber die Gäste im Angriff. Doch erneut Ballgewinn und 45 Sekunden vor den Abpfiff führten wir das erste Mal in diesem Spiel. Stavenhagen versuchte Alles, um den Ball ins Tor zu bekommen. Wir hatten die passenden Antworten. Der letzte Wurf mit der Schlusssirene ging über das Gebälk. Bei der Mannschaft gab es kein Halten mehr. Jubel ohne Ende! Das Spiel noch umzubiegen-WAHNSINN!
Danke an die Halle und für die Unterstützung!
SG OSF Berlin - Stavenhagener SV von 1863
23:22 (9:16)